[einführung]

Vorgehensweise

Auswahl der Wärmeerzeuger
Bei der Auswahl und Dimensionierung der technischen Varianten für die Systemkomponeten sind deren technische Einsatzgrenzen und die wechselseitige Beeinflussung zu beachten. Diese Aspekte werden bei der Erläuterungen der verschiedenen Technologien berücksichtigt und so die Grundlagen für die Gesamtoptimierung gelegt. Bei der Auswahl der Wärmeerzeuger muss beispielsweise beachtet werden, dass einige nur für Grundlast, andere für Grund- und Spitzenlast geeignet sind.
Auch die Problematik der Verfügbarkeit (z.B. einstrahlungsabhängige Leistung bei der Solarthermie) ist zu erläutern bzw. geeignete Lösungen (z.B. Speicher) vorzustellen.
Ferner sind technisch mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Schnittstellen für die Energieverteilung zu definieren (im wesentlichen die Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur).

Planung des Wärmeverteilungssystems
Die Planung des Wärmeverteilungssystems erfordert im ersten Schritt die Festlegung des vorläufigen Netzaufbaus, der sich an den örtlichen Vorgaben orientiert.
Abhängig von den gewählten Betriebstemperaturen kann dann ein geeignetes Rohr-/Verlegesystem bzw. eine Kombination verschiedener Systeme ausgewählt (evtl. Fallunterscheidung) und das Nahwärmenetz dimensioniert werden. Hierbei ist der Leitungsbau mit den übrigen Erschließungsmaßnahmen (Abwasser, Straßen usw.) und der Gebäudeerstellung zu koordinieren.
Kundenanbindung / Hausstationen Bei der Kundenanbindung bzw. den Hausstationen sind abhängig von den möglichen Betriebstemperaturen/-drücken (Hausanlage, Warmwasserbereitung) kostengünstigste Varianten auszuwählen und zu dimensionieren.
Auch hier sollte in Abhängigkeit von möglichen Betriebstemperaturen eine Fallunterscheidung vorgenommen werden.

Optimierung des Gesamtsystems
Die Optimierung des Gesamtsystems als iterativer Prozess basiert im Regelfall auf einer Vorauswahl des Wärmeerzeugers anhand der lokalen Vorgaben.
Hierbei stehen oft nicht nur wirtschaftliche sondern auch politischen Faktoren (Subventionen, Pilotprojekt, Imagegewinn etc.) im Vordergrund. Leider wird in einigen Fällen die technologische Wunschlösung und das ökonomisch Sinnvolle nicht ausreichend abgeglichen.
Nicht die maximale Umweltentlastung um jeden Preis sondern die preiswerte Umweltentlastung wird zu einem nachhaltigen Ausbau der umweltverträglichen Nah-/Fernwärmeversorgung führen.
Ein wesentliche Zielsetzung hierbei ist die Systemoptimierung, bei der im Rahmen der technischen Vorgaben durch die Wärmeerzeugung vor allem die Betriebstemperaturen im Bereich des Wärmeverteilungsnetzes und der Hausstationen die Kosten und die Systemauslegung (flexibe Kunststoffmediumrohre, direkte Einbindung der Hausstationen) bestimmt.
Die Freiheitsgrade bei den Betriebsdrücken sind u.a. durch topographische Gegebenheiten und die Netzausdehung sehr begrenzt.