[wärmebedarf]

Einführung

Der Gesamtwärmebedarf umfaßt den Raumwärmebedarf und den Wärmebedarf für die Trinkwassererwärmung (TWE). Aufgrund der 2. novellierten Wärmeschutzverordnung (WSchV) von 1994 ergaben sich bis zu 30%ige Reduzierungen im Raumwärmebedarf, während der Trinkwarmwasserbedarf annähernd konstant blieb. So betrug der Anteil der Trinkwassererwärmung an der Gesamtwärmemenge in den siebziger und achtziger Jahren rd. 17 %, in Zukunft werden sich jedoch Werte von 50 % ergeben.
Aus wirtschaftlichen Gründen sollte daher die TWE stets in die Nahwärmeversorgung einbezogen werden.
Für die Projektierung einer Nahwärmeversorgung ist neben dem Leistungsbedarf, bestehend aus Raum- und Trinkwasser-Wärmebedarf, die zeitliche Charakteristik wesentlich.
Zur überschlägigen Auslegung der Wärmeerzeugung kann die Jahresdauerlinie verwendet werden (siehe Bild). Jahresdauerlinie
Für eine belastbare ingenieurtechnische Auslegung sollte ein Tageslastprofil herangezogen werden, da nur so die für den Betrieb (z.B. Takthäufigkeit des BHKW) und ggf. für die Auslegung des Speichers notwendigen Informationen einbezogen werden können.
Im Rahmen einer Vorplanung der technisch-ökonomischen Machbarkeit und der ggf. sinnvollen Teilung in Grund-/Spitzenlastanlage sind jedoch Jahresdauerlinien hinreichend.