[wärmeerzeugung]

Auslegung

Einige Grundlast-Wärmeerzeuger, beispielsweise BHKW, werden aus technischen bzw. wirtschaftlichen Gründen nur begrenzt im Teillastbereich eingesetzt, so dass der Spitzenlast-Wärmeerzeuger auch die Schwachlast übernehmen muss.
Bei größeren Einheiten kann alternativ durch mehrmodulige Grundlastanlagen der Deckungsanateil erhöht und zusätzlich eine Redundanz aufgebaut werden (siehe Bild).
Dies kann z.B. bei der Gestaltung von Reserveverträgen für den Strombezug hilfreich sein.
Durch den Einsatz eines Wärmespeichers kann die Bedarfscharakteristik geglättet und so die Wärmeabgabe in der Grundlast erhöht werden.
Die Speicherkapazität sollte dabei mindestens 50 % der stündlichen Wärmeleistung betragen, um so während der Schwachlastzeiten zumindest einen halbstündigen Dauerbetrieb zu gewährleisten.
Weiterhin eröffnet ein Wärmespeicher bei Kraft-Wärme-Kopplungs-Systemen die Möglichkeit, die Anlage zeitweise stromgeführt zu betreiben und Spitzen im Reststrombezug zu minimieren. Zur Grundlastdeckung werden die kapitalintensiven Lösungen mit regenerativen Energien, Abwärmenutzung und KWK-Anwendung eingesetzt.
Die Spitzenlast- und Reservevorhaltung übernimmt ein gas- oder ölgefeuerter Heizkessel.
Für die ökologische Beurteilung ist die höhere Jahresarbeit in der Grundlast entscheidend, so dass eine Auslegung der regenerativen Energien auf die Grundlast in den meisten Fällen die effizientere und volkswirtschaftlich sinnvollere Maßnahme ist.