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Tagung Nahwärme 2004

Die Wärmeversorgung in deutschen Haushalten spielt bezüglich der Energieeinsparung und der Reduktion von CO2-Emissionen eine wichtige Rolle: mehr als 30 % der Emissionen entstehen in diesem Sektor. Große Einsparpotenziale können durch Nahwärmenetze erschlossen werden.

Die Nutzung von erneuerbaren Energien sowie von dezentralen Anlagen zur effizienten Kraft-Wärme-Kopplung kann durch den Einsatz von Nahwärmenetzen vorangetrieben werden. Insbesondere der Anteil der Biomasse-Anlagen wird durch die geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich ansteigen. Ein wichtiges Kriterium für die Wirtschaftlichkeit eines Nahwärmekonzeptes ist die Anschlussdichte der Wärmeabnehmer. Untersuchungen und Projektbeispiele haben jedoch gezeigt, dass selbst im Gebäudebestand und im ländlichen Raum Nahwärme wirtschaftlich genutzt werden kann. Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit von Nahwärmekonzepten ist eine korrekte Anlagenauslegung. Hier wie in der Regelung von Wärmeerzeugung und –verteilung sind allerdings noch lange nicht alle Möglichkeiten der Energieoptimierung ausgeschöpft. Durch die Anpassung von Netzstruktur und Regelungskonzept können neue Einsatzgebiete erschlossen werden. Nahwärmenetze könnten so eine wichtige Rolle dabei spielen, ob zukünftig große zentrale Anlagen zur Stromerzeugung durch effiziente dezentrale KWK-Anlagen ersetzt werden.
Am 15. und 16. September 2004 findet im Zentrum für Umwelt und Kommunikation in Osnabrück (ZUK) eine Neuauflage der Tagung Nahwärme statt. Es werden die neuen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen erläutert und Möglichkeiten der Finanzierung von Nahwärmeprojekten aufgezeigt. Anhand von Praxisbeispielen werden technische Neuerungen vorgestellt und Einblicke in die Realisierung von Nahwärmekonzepten gegeben. Darüber hinaus wird das Fachportal http://www.nahwaerme-forum.de/ vorgestellt, das dem direkten Informations- und Erfahrungsaustausch dient und seit Ende 2002 im Internet zur Verfügung steht.

Die Tagung Nahwärme 2004, die von Fraunhofer UMSICHT und vom VDI ausgerichtet und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU gefördert wird, richtet sich an fachlich interessierte Laien, wie Stadtplaner, kommunale Entscheidungsträger und Wohnungsbaugesellschaften, aber auch an planende Ingenieure, für die ein aktueller Wissensstand von großer Bedeutung ist.

Weiter Informationen:
Fraunhofer UMSICHT, Osterfelder Str. 3, 46047 Oberhausen
Carsten Beier 0208-85 98 1416, Carsten.Beier@umsicht.fraunhofer.de
Dr. Christian Dötsch 0208-85 98 1195 Christian.Doetsch@umsicht.fraunhofer.de

Informationen zum Inhalt der Tagung finden Sie im Internet unter:
http://www.nahwaerme-forum.de/news/news.html