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News des Monats Februar 2006

 1. EnBW beendet HotModule-Pilotprojekt
 2. Peter Metz ist neuer Geschäftsführer der Techem Energy Contracting
 3. Dr. Thomas Schott ist Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie
 4. Neugestaltung der Energieversorgung: Die Zukunft gehört der
     Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

 5. Aktionsplan der Kommission für Biomasse und Biokraftstoffe
 6. Richtlinie zur Förderung der Endenergieeffizienz und der Energiedienstleistungen
 7. Einsatz des HotModule im Nahwärmenetz in Krefeld-Fischeln
 8. Kraft-Wärme-Kopplung: Ist ein Perspektivenwechsel nötig?
 9. Einsatzfähigkeit von Fernwärmerohrsystemen für die Kälteversorgung
10. Optimierung von Nahwärmesystemen: Automatische Funkauslesung von Wärmezählern
11. Veranstaltungstipps Februar 2006


1. EnBW beendet HotModule-Pilotprojekt

Nach rd. 24 000 Betriebsstunden ist die Brennstoffzellenanlage des Typs HotModule bei den Michelin Reifenwerken Karlsruhe vom Netz gegangen. Knapp 3 Jahre lang hat die Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle mehr als 4 Mio. kWh Strom und Dampf für die Reifenproduktion erzeugt.
Die eingesetzte Brennstoffzelle HotModule ist mit einer elektrischen Leistung von bis zu 250 kW und der thermischen Leistung von maximal 180 kW ausgelegt. Betrieben wurde die Anlage von Dezember 2002 bis November 2005 von einem Konsortium der Unternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Michelin Reifenwerke Karlsruhe, Stadtwerke Karlsruhe sowie der MTU CFC Solutions GmbH. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstützte das 3,6-Mio.-Euro-Projekt zu 50 % aus Mitteln des Zukunfts-Investitionsprogramms der Bundesregierung (ZIP). Das von der EnBW geführte Projektkonsortium prüft nun, ob in der Anlage bei Michelin ein Ersatz-Stack eingebaut werden soll.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


2. Peter Metz ist neuer Geschäftsführer der Techem Energy Contracting

Peter Metz (51) wurde zum Geschäftsführer der Techem Energy Contracting GmbH, Eschborn, bestellt. Er übernahm zugleich den Vorsitz der Geschäftsführung. P. Metz kam im Sommer 2005 zur Techem Energy Services. Dort war er innerhalb der Auslandsorganisation verantwortlich für die Region Südeuropa. P. Metz war vor seinem Wechsel zu Techem in leitenden Funktionen unterschiedlicher Branchen tätig. Er ist Nachfolger von Martin Schmidt, der das Unternehmen nach 2 Jahren als Geschäftsführer verließ. Insgesamt war M. Schmidt 26 Jahre für Techem tätig. Zweiter Geschäftsführer ist wie bisher Raimund Luger.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


3. Dr. Thomas Schott ist Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie

Dr. Thomas Schott vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) wurde für das Jahr 2006 zum Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) gewählt. T. Schott ist seit 1999 geschäftsführender Vorstand am ZSW. Zuvor forschte der Physiker von 1976 bis 1988 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Zum stellvertretenden FVS-Sprecher 2006 wurde Bernhard Milow gewählt. Er ist Programmbeauftragter für Energie des DLR .
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


4. Neugestaltung der Energieversorgung: Die Zukunft gehört der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung

Claude Turmes, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vize-Präsident der Grünen Fraktion, fordert in einem Kommentar in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power die Neugestaltung der europäischen Energieversorgung und einen systematischen Ansatz in der Energiepolitik. Nur so könne die Energie- und Klimaproblematik langfristig gelöst werden. Wesentliche Eckpunkte einer neuen Energieversorgung müsse
   • die Förderung erneuerbarer Energien insbesondere im Bereich der Biomasse,
   • eine Energienachfragestrategie,
   • die forcierte Nutzung von Abwärme aus Industrie- und Stromproduktionsprozessen
     oder von Solarthermie und Geothermie zur Deckung des Niedertemperaturbedarfs
     beispielsweise zur Heizung und Kühlung von Gebäuden, sowie
   • eine möglichst dezentrale Energieerzeugung sein.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


5. Aktionsplan der Kommission für Biomasse und Biokraftstoffe

Die EU deckt zurzeit 4 % ihres Energiebedarfs durch Biomasse. Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur, Kopenhagen, könnte die EU bei vollständiger Nutzung der Potenziale den Biomasseeinsatz von 69 Mio. toe im Jahr 2003 auf rd. 185 Mio. toe bis zum Jahr 2010 mehr als verdoppeln. Zur Erschließung dieses Potenzials hat die Europäische Kommission am 7. Dezember 2005 einen umfassenden Aktionsplan zur Förderung der Nutzung von Energie aus Land- und Forstwirtschaftserzeugnissen sowie Abfällen angenommen. In dem Aktionsplan sind mehr als 20 Maßnahmen vorgesehen, die größtenteils ab dem Jahr 2006 umgesetzt werden sollen. Der europäische Verband für Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme und Fernkälte, Euroheat & Power, Brüssel, begrüßt, dass die Kommission im Hinblick auf den verstärkten Einsatz der Biomasse zur Energieerzeugung in Fernwärmeanlagen eine besondere Bedeutung beimisst, da diese im Vergleich zu Einzelfeuerungen nicht nur eine wesentlich größere Wirkung entfalten können, sondern auch unvermeidliche Schadstoffemissionen wesentlich stärker reduzieren können. Bemerkenswert ist ferner, dass die Kommission in Betracht zieht, Rechtsvorschriften zur Förderung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung zu erarbeiten.
Ein ausführlicher Bericht über den Aktionsplan der Kommission erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2006.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


6. Richtlinie zur Förderung der Endenergieeffizienz und der Energiedienstleistungen

Nach langen Verhandlungen einigte sich das Europäische Parlament und der Ministerrat im Dezember 2005 auf eine Richtlinie zur Förderung der Endenergieeffizienz und der Energiedienstleistungen. Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, in den nächsten 9 Jahren ihren jährlichen Endenergieverbrauch um mindestens 1 % zu senken. Um diese Einsparungen erzielen zu können, müssen die Mitgliedstaaten Zielvorgaben festlegen, ihren Energieversorgen Verpflichtungen auferlegen und nationale Energieeffizienz-Aktionspläne ausarbeiten. Die Einsparungen sollen durch ein Bündel von Maßnahmen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor erzielt werden. Positiv ist, dass in der Richtlinie erstmalig Fernwärme und Fernkälte explizit als Effizienzmaßnahme in der europäischen Gesetzgebung genannt werden.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


7. Einsatz des HotModule im Nahwärmenetz in Krefeld-Fischeln

Seit 16. Dezember 2004 ist eine Brennstoffzellenanlage des Typs HotModule in einem Wohngebiet in Krefeld-Fischeln in Betrieb. Neben der weiteren Erprobung und Optimierung der Brennstoffzelle stand die Ermittlung von Lastgängen von Ein- und Mehrfamilienhäusern im Mittelpunkt des Projektes. Dadurch soll es in Zukunft möglich sein, Brennstoffzellenanlagen exakt auszulegen und die Strom- und Wärmeerzeugung optimal an das Verbrauchsverhalten anzupassen.
Über die ersten Betriebserfahrungen berichtet Arno Gedigk, Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH, Dinslaken, in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2006.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


8. Kraft-Wärme-Kopplung: Ist ein Perspektivenwechsel nötig?

Ist ein Perspektivenwechsel bei der Kraft-Wärme-Kopplung notwendig? Über dieses Thema diskutierten rd. 40 Fachleute am 24. Januar 2006 in Berlin. Einig war man sich dabei, dass eine sachgerechtere Abbildung der Effizienzvorteile der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl in der Energiepolitik, aber auch in den Versorgungsunternehmen notwendig ist. So forderte Michael Kranz mehr Mut bei den Unternehmen zur Realisierung von kapitalintensiven Investitionen in langlebige Netze und Anlagen mit geringer Primärenergie-Intensität.
Stephan Schwarz mahnte eine sachgerechte Abbildung der Kraft-Wärme-Kopplung im Emissionszertifikatehandel an und stellte einen entsprechenden Vorschlag der AGFW vor. Die AGFW fordert einen brennstoff- und leistungsspezifischen Produkt-Benchmark für Strom und Wärme als Standard für Neu- und Bestandsanlagen sowie ein Wahlrecht für Betreiber von Bestandsanlagen, d.h. die Möglichkeit, dass alternativ eine Zuteilung auf Basis historischer Emissionen in Verbindung mit einer KWK-Sonderregelung möglich ist. Drittens ist es für die AGFW wesentlich, dass Emissionsberechtigungen entsprechend der KWK-Wärmelieferung in die Sektoren Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen den KWK-Anlagenbetreibern bereitgestellt und gutgeschrieben werden.
Ein ausführlicher Bericht über diese Tagung erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2006.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


9. Einsatzfähigkeit von Fernwärmerohrsystemen für die Kälteversorgung

In den Bereichen der Klimatisierung von Gebäuden als auch bei der Anwendung von Prozess- kälte im Bereich der Gewerbe- und Industrieunternehmen ist ein stetig steigender Bedarf zu verzeichnen. Dadurch eröffnet sich ein neuer dynamischer Dienstleistungssektor »Kälteservice« für Energieversorger. Bei der Realisierung von Kältenetzen war die Möglichkeit des Einsatzes von Fernwärmerohren bisher jedoch nicht hinreichend geklärt. Insbesondere der Feuchtigkeitseintrag von der Umgebung in die Dämmschicht durch Wasserdampfdiffusion könnte unter bestimmten Randbedingungen deren Einsatztauglichkeit einschränken. Wie das Fernwärme-Forschungsinstitut in einem Forschungsprojekt ermittelt hat, ist eine Einschränkung aufgrund der durchgeführten Untersuchungen jedoch nicht gegeben.
Ein ausführlicher Fachbeitrag über dieses Forschungsprojekt erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2006.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


10. Optimierung von Nahwärmesystemen: Automatische Funkauslesung von Wärmezählern

Zur kontinuierlichen Überwachung und Optimierung der Nahwärmeversorgung in Klein Loitz installierte die Kamstrup A/S Deutschland und der Energieversorger IHT in einem Pilotprojekt ein System zur automatischen Funkauslesung der Wärmezähler.
In einem Fachbeitrag in der EuroHeat&Power 1-2/2006 werden die wesentlichen Erfahrungen bei der Planung und Realisierung des Funknetzes dargestellt.
So ist die Anordnung der Systemkomponenten im Funknetz ein wesentliches Kriterium für einen störungsfreien Betrieb.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


11. Veranstaltungstipps Februar 2006

Bio-raffniert III
Kompetenz-Netzwerk „Kraftstoffe der Zukunft“
Veranstalter: Fraunhofer UMSICHT
2. – 3. Februar 2006
Wissenschaftspark Gelsenkirchen
www.umsicht.fhg.de

Wärmepumpen-Tag Rheinland Pfalz
Veranstalter: Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen
3. Februar 2006
Bingen
www.tsb-energie.de

Erneuerbare Energien in Strom-, Gas- und Wärmenetzen
Veranstalter: VDI Wissensforum
7. Februar 2006
Berlin
www.vdi-wissensforum.de

E-world energy & water 2006
Veranstalter: ConEnergy AG
14. – 16. Februar 2006
Messe Essen
www.conenergy.com

German Hydrogen Energy Congress 2006
Veranstalter: H2Conress.de
15. – 16 Februar 2006
Essen
www.h2congress.de

Jahreskonferenz Erneuerbare Energien 2006
Veranstalter: BWE-Service GmbH c/o Bundesverband Windenergie
15. – 16. Februar 2006
Berlin
www.wind-energie.de


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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