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News des Monats Juli 2006

1. Marktübersicht Gasturbinen erschienen
2. Hundertste BHKW in Hannover in Betrieb
3. Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
4. Förderung innovative Verfahren im Biogasbereich
5. Tracergas-Leckortung mit gelöstem Helium – ein Praxisbericht
6. Kommunikationsspektrum der Fernwärmeregler Serie Trovis 5500
7. Funkauslesung von Wärmezählern nach dem Drive-by-Verfahren
8. Sachgerechte Montage von Wärmezählern und deren Komponenten
9. Blauer Engel für Warmwasserspeicher


1. Marktübersicht Gasturbinen erschienen

Der Markt für Gasturbinen in Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen war in den letzten Jahren vor allem vom KWKModG geprägt: Erfreulich ist, dass inzwischen einige Gasturbinenprojekte in der Entwicklung sind, die nicht im Rahmen des KWKModG realisiert wurden, so die Asue Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V., Kaiserslautern, in ihrer neuen Veröffentlichung »Gasturbinen-Kenndaten/-Referenzen«. Die überarbeitete und aktualisierte Neuauflage ist eine Fortführung der Broschüren »Gasturbinen-Kenndaten« und »Gasturbinen-Referenzen«.
Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die Gesamtzahl der in Deutschland installierten Gasturbinenanlagen – geordnet nach Industriebranchen. Berücksichtigt sind dabei alle Anlagen, die ab 1990 in Betrieb gegangen sind. So waren laut Asue Ende 2005 insgesamt 341 Gasturbinen in 238 Anlagen der industriellen und kommunalen Energieversorgung mit einer gesamten elektrischen Erzeugungsleistung von über 7 000 MW in Betrieb. Das entspricht gegenüber der letzten Erhebung von 1996 einer Steigerung um rd. 65 %. Das Anbieterverzeichnis beinhaltet wesentliche technische Daten der Gasturbinen im elektrischen Leistungsbereich von 515 kW bis 281 MW, die am deutschen Markt verfügbar sind, und ein Verzeichnis der Anbieter mit Ansprechpartnern und Adressen. In der Referenzliste mit rd. 340 Maschinen in mehr als 230 Anlagen werden zur jeweiligen Anlage der Gasturbinentyp, die elektrische Leistung sowie das Jahr der Inbetriebnahme genannt.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


2. Hundertste BHKW in Hannover in Betrieb

Das erste ging vor 24 Jahren in Betrieb – am 20. Juni 2006 lieferte das hundertste Blockheizkraftwerk in Hannover zum ersten Mal offiziell Strom in das Netz der Stadtwerke Hannover AG. Es hat eine elektrische Leistung von 5 kW und eine thermische Leistung von 12,5 kW. »Die Kraft-Wärme-Kopplung wollen wir grundsätzlich weiter ausbauen – sowohl durch Verdichtungsmaßnahmen bei der Fernwärme als auch durch den Einsatz von kleineren Erzeugungsanlagen«, erläuterte Harald Noske, Technischer Vorstand der Stadtwerke Hannover. Allerdings seien gerade bei BHKW einige wirtschaftliche, technische und auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. »Wir hatten durchaus Fälle, in denen aus unserer Sicht ein BHKW im Rahmen des Contracting eine sinnvolle Lösung gewesen wäre – sich die Eigentümer der Objekte jedoch aus verschiedenen Gründen gegen die Technik entschieden haben«, so H. Noske. Anders bei diesem Objekt, obwohl die neu sanierten Mehrfamilienhäuser aus den 50er Jahren wegen ihres geringen Wärmebedarfs keine klassischen Einsatzorte für BHKW sind.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


3. Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt

Das Bundesumweltministerium (BMU) will erneuerbare Energien im Wärmemarkt verstärkt fördern. Dazu hat das BMU einen entsprechenden Konsultationsprozess gestartet und dazu verschiedene Fördermodelle vorgestellt. Die heute vorhandenen Förderinstrumente (z.B. das Marktanreizprogramm) haben laut BMU bislang nicht genügend Anreize gegeben, die Potenziale der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt ausreichend zu erschließen. So ist deren Anteil im Wärmemarkt in den Jahren 2003 bis 2005 nur geringfügig von 5,1 % auf 5,4 % gestiegen.
Langfristig kann laut Angaben des BMU rund die Hälfte des Energiebedarfs im Wärmebereich in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dazu seien jedoch geeignete Förderinstrumenten notwendig.
In ihrem Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, die Marktpotenziale erneuerbarer Energien im Wärmebereich besser zu erschließen, um ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch in Deutschland zu steigern – von heute 5,4 % auf 12 % bis zum Jahr 2020.
Ein ausführlicher Bericht über die vom BMU vorgestellten Fördermodelle ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


4. Förderung innovative Verfahren im Biogasbereich

Im Rahmen der Richtlinie »Demonstrationsvorhaben Bioenergie« fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) jetzt schwerpunktmäßig Demonstrationsprojekte zum Einsatz innovativer Konversionstechnologien im Biogasbereich. Als innovative Konversionstechnologien sind Technologien einzustufen, die methanreiches Gas aus der anaeroben Vergärung von Energiepflanzen und/oder Gülle über andere als die markteingeführten Technologien in andere Energieformen (Wärme, Kälte, Strom) und/oder Sekundärenergieträger (Kraftstoffe, Ersatzerdgas) effizient umwandeln. Gefördert werden Anlagen oder Verfahren, die bereits in vorangegangenen Pilotanlagen einen erfolgreichen Dauerbetrieb nachweisen konnten. Darüber hinaus ist gegenüber eingeführten Technologien die Effizienz der Energiewandlung und -nutzung zu erhöhen. Das BMELV nennt hier beispielhaft die Verstromung von Biogas in Brennstoffzellen oder in GuD-Prozessen.
Die Förderung erfolgt entweder als Investitions- oder als Betriebsbeihilfe mit Erstattung eines Teils der Mehrkosten gegenüber angenommenen Referenzkosten. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), Gülzow, Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums, nimmt Anträge ab sofort entgegen. Bewilligungen können ab der Verabschiedung des Bundeshaushaltes erfolgen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


5. Tracergas-Leckortung mit gelöstem Helium – ein Praxisbericht

Das Fraunhofer-Institut Umsicht hat ein neues, auf der Tracergasmethode basierendes Leckortungsverfahren entwickelt. Damit können Leckagen in Rohrleitungsnetzen während des Betriebs mit gelöstem Helium aufgespürt werden. Für die Fernwärmewirtschaft wird es in Kooperation mit der Delu Deutsche Leckageortungs- und Umwelttechnik AG, Gladbeck, angeboten. Die Autoren Peter Schwerdt und Christian Dötsch vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht, Oberhausen, stellen in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 die Funktionsweise der Methode und die Erfahrungen aus einem Feldversuch dar.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


6. Kommunikationsspektrum der Fernwärmeregler Serie Trovis 5500

Moderne Kommunikations- und Regelkonzepte bei dem Einsatz von Fernwärmereglern ermöglichen einen optimalen Betrieb von Nah-/Fernwärmesystemen. Beispiele sind die Optimierung der Trinkwasservorrangregelung und des Betriebs der Netzpumpen.
Rudolf Skolda, Samson AG, Frankfurt (Main), stellt dies in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 beispielhaft anhand der Fernwärmeregler der Serie Trovis 5500 von Samson vor.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


7. Funkauslesung von Wärmezählern nach dem Drive-by-Verfahren

In einem Feldversuch hat die Hydrometer GmbH in Augustenborg/Dänemark ein System zur Fernauslesung von Wärmezählern unter Realbedingungen getestet. Dabei wurden die Zähler nach dem Drive-by-Verfahren ausgelesen. Das Ergebnis: nahezu alle installierten Wärmezähler wurden auf Anhieb erfasst. Aufgrund einer übersichtlichen grafischen Benutzeroberfläche konnten die restlichen Zähler sofort identifiziert und lokalisiert werden. Horst Breit, Hydrometer GmbH, Ansbach, stellt in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 die Ergebnisse des Feldtests dar.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


8. Sachgerechte Montage von Wärmezählern und deren Komponenten

Die Kenntnis über den sachgerechten Einbau von Wärmezählern ist oft in der Praxis nicht oder nur unzureichend vorhanden. Speziell das Wissen über die Besonderheiten einer Wärmemessung ist sowohl bei der Konstruktion der Stationen, als auch bei der Montage der Zählerkomponenten Voraussetzung für eine korrekte Messung. Reiner Schupp von der WSG Wärmezähler Service GmbH, Essen, stellt in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 die wesentlichen Grundsätze für die Anordnung und Montage der Komponenten Volumenmessteil, Temperaturfühler und Rechenwerk dar.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


9. Blauer Engel für Warmwasserspeicher

Die Jury Umweltzeichen hat beschlossen, den Blauen Engel für energiesparende Warmwasserspeicher zu vergeben. Ausgezeichnet werden können Warmwasserspeicher gemäß Definition nach DIN ENV 12977-3 (Ausgabe 2001) und DIN 4753 Teil 1 (Ausgabe 1988) mit einem Nennvolumen zwischen 50 und 3 000 l. Mit dem Blauen Engel können gut gedämmte Geräte leichter erkannt werden. Zudem besagt der Blaue Engel auf einem Warmwasserspeicher, dass der Hersteller das Gerät nach Gebrauch zurücknimmt und es recycelt werden kann. Mit dem neuen Blauen Engel erweitert die Jury Umweltzeichen das Portfolio des Blauen Engels bei der Wärmeerzeugung in Häusern: Bisher zeichnet er besonders umweltfreundliche Produkte unter den gas- und ölbetriebenen Heizkesseln und Brennern, Holzpelletöfen und -kesseln, Umwälz- und Wärmepumpen, kleinen Blockheizkraftwerken sowie Sonnenkollektoren aus.
Die genauen Anforderungen für das Umweltzeichen bei Warmwasserspeichern sind in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2006 dargestellt.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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