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News des Monats April 2006

1. Einbindung dezentraler solarthermischer Anlagen in Nahwärmenetze
2. Stimmen zum Energiegipfel – Wärmeversorgung und Kraftstoffe ausgeklammert
3. Ontario fördert regenerative Energien mit festen Einspeisevergütungen
    nach deutschem Vorbild

4. Fachtagung: Nutzung der Umweltwärme hat großes Ausbaupotenzial in NRW
5. Bayern fördert Biomasseheizkraftwerk mit 229.000 Euro
6. Geothermie im Oberrheingraben
7. Veranstaltungstipps April / Mai 2006


1. Einbindung dezentraler solarthermischer Anlagen in Nahwärmenetze

Betreiber von Nahwärmenetzen stehen zunehmend vor der Herausforderung, auch Siedlungen zu versorgen, deren Gebäude mit dezentralen solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung ausgerüstet sind. Zur Optimierung dieser Systeme hat die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München, eine auf Wetterprognosen basierte Regelung entwickelt. Dabei werden solare Wärmegewinne im Lastmanagement eines Nahwärmenetzes berücksichtigt.
Der ausführliche Bericht ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 3/2006 zu finden.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


2. Stimmen zum Energiegipfel – Wärmeversorgung und Kraftstoffe ausgeklammert

Bis zu 70 Mrd. Euro Investition in neue Kraftwerke und Netze - das haben die Stromerzeuger beim Energiegipfel im Kanzleramt für die nächsten sechs Jahre zugesagt. Rund 30 Mrd. Euro sollen in konventionelle Stromerzeugung fließen, weitere 40 Mrd. in erneuerbare Energien, so Kanzlerin Angela Merkel. Auch das in der großen Koalition strittige Thema Atomenergie wurde im Kanzleramt diskutiert, stand aber nicht im Mittelpunkt.
Bundeskanzlerin Merkel, Umweltminister Sigmar Gabriel und auch Wirtschaftsminister Michael Glos zogen nach dem Gipfelauftakt eine positive Bilanz.
Die Erneuerbare-Energien-Branche bewertet die Ergebnisse des Energiegipfels insgesamt ebenfalls positiv. Es sei klar geworden, dass erneuerbare Energien die Zukunft der deutschen Energieversorgung sind, teilte der Bundesverband BEE mit.
Kritisch sehen die Unternehmer, dass in der energiepolitischen Debatte bisher die Versorgung mit Wärme und Kraftstoffen ausgeblendet worden sei. Hier müsse der Gipfel Weichen stellen, um importiertes Öl und Gas möglichst schnell mit erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz zu ersetzen.
Kritik kommt auch von der Umweltorganisation Greenpeace. „Dieses erste energiepolitische Spitzengespräch zeigt, dass Kanzlerin Merkel sich von den Falschen beraten lässt“, erklärte Thomas Breuer von Greenpeace. Die Energieversorger hätten bisher kein Interesse gezeigt, Versorgungssicherheit und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen. Den Einsatz erneuerbarer Energien hätten sie eher behindert als befördert.
Im September soll es ein weiteres Treffen mit gleichem Teilnehmerkreis geben.
(Quelle: www.iwr.de)


3. Ontario fördert regenerative Energien mit festen Einspeisevergütungen
    nach deutschem Vorbild


Der Premierminister von Ontario, Dalton McGuinty, hat bei der Photowatt Technologies in Cambridge, Kanada, das geplante Programm zur Einspeisevergütung für Strom aus regenerativen Energien offiziell vorgestellt. Ab Sommer 2006 will die Regierung in Ontario - vergleichbar mit dem deutschen EEG - Ökostrom zu Festpreisen durch das „Standard Offer Program“ vergüten. Der aus Windkraft, Biomasse und kleiner Wasserkraft produzierte Strom wird für 11 kanadische Cent (ca. 0,078 Eurocent) pro kWh abgenommen, die Vergütung für Solarstrom soll 42 kanadische Cent (ca. 0,29 Eurocent) betragen.
Besonders kleine, lokale Windkraftanlagen, Biomasseanlagen und Wasserkraftwerke, wie es sie in der kanadischen Provinz Ontario zu hunderten gibt, haben durch dieses Programm erstmals einen aussichtsreichen Zugang zum Strommarkt, so Premierminister McGuinty. Diese Lösung könne ein Vorbild für Nordamerika werden, denn sie entlaste die Stromnetze Ontarios und gewährleiste die Versorgungssicherheit in der wirtschaftlich stärksten Provinz Kanadas. Die Provinzregion rechnet mit zusätzlichen Investitionen in moderne Technologien, mit der Schaffung weiterer Arbeitsplätze sowie einer Stärkung des regenerativen Energiemarktes. In den kommenden zehn Jahren sollen durch das „Standard Offer Program“ bis zu zehn Gigawatt an zusätzlicher Stromkapazität entstehen.
(Quelle: www.iwr.de)


4. Fachtagung: Nutzung der Umweltwärme hat großes Ausbaupotenzial in NRW

Mehr als 120 Architekten, Planer und Experten aus der Wohnungswirtschaft waren in Gelsenkirchen Gäste der 5. Wärmepumpen Fachtagung der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Burghard Schneider, Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen e.V, betonte die besonderen Chancen, die die Umweltwärme bei der Renovierung von bestehendem Wohnraum bietet. Hier stecken riesige Einsparpotentiale, mit denen sich 50 Prozent der Heizkosten einsparen lassen, so Schneider. Er forderte die Wohnungsunternehmen auf, bei anstehenden Modernisierungen älterer Gebäude neben der passiven Energieeinsparung sich auch von der Nutzung fossiler Energieträger zu verabschieden und Wärme aus Erde, Wasser oder Luft in die Wärmeversorgung der Gebäude einzubeziehen.
(Quelle: www.iwr.de)


5. Bayern fördert Biomasseheizkraftwerk mit 229.000 Euro

Für den Bau eines Biomasseheizwerks in Seßlach hat der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller der Fernwärme Seßlach GmbH einen Zuschuss von rd. 229.000 Euro aus Landes- und EU-Mitteln zugesagt. Die Gesamtkosten liegen nach Angaben des Ministeriums bei ca. 1,4 Mio. Euro. Die Holzhackschnitzel-Anlage soll mit ihrer Leistung von 1,1 MW mehr als 30 Gebäude versorgen.
Von 1990 bis Ende 2005 hat die bayerische Staatsregierung nach eigenen Angaben insgesamt 216 Mio. Euro, davon 176 Mio. Euro Landesmittel, für die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe investiert. Biomasse deckt im Freistaat vier Prozent des Primärenergieverbrauchs (BRD: ca. zwei Prozent), teilt das Landwirtschaftsministerium mit.
(Quelle: www.iwr.de)


6. Geothermie im Oberrheingraben

Die Geothermie bietet ein hohes Potential für eine künftige Energieversorgung. Wärme aus der Tiefe steht an vielen Stellen in Deutschland zur Verfügung und hat – im Vergleich zu den meisten anderen erneuerbaren Energien – den großen Vorteil, grundlastfähig zu sein. Ein besonders attraktiver Raum für die wirtschaftliche Gewinnung von Erdwärme ist der Oberrheingraben zwischen Basel und Worms. Hier möchte das Land Rheinland-Pfalz Vorreiter sein; die sozialliberale Landesregierung startet bereits Pilotprojekte. Der ausführliche Bericht ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 3/2006 zu finden.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


7. Veranstaltungstipps April / Mai 2006

Hannover Messe
Veranstalter: Hannover-Messe International GmbH
24.04.2006 - 28.04.2006
Hannover
www.hannovermesse.de

7. Berliner Energietage 2006 - Energieeffizienz in Deutschland
Veranstalter: Berliner-ImpulsE
02.05.2006 bis 04.05.2006
Berlin
www.berliner-impulse.de

Trinationale Konferenz zur Geothermie - Herausforderungen und Potentiale am Oberrhein
Veranstalter: BASE Deutschland GmbH
3. Mai 2006
Rust bei Freiburg
www.energy-base.org

Messetrio ENBIO, DENEX und BAUSAN 2006
Veranstalter: erneuerbare energien GmbH
05.05.2006 bis 07.05.2006
Kassel
www.enbio.de

17. Fachmesse Wärmetechnik
Veranstalter: AGFW-Projekt-GmbH
16.05.2006 - 18.05.2006
München
www.waermemesse.de

RegEn Köln 2006
Veranstalter: GAP Gesellschaft für Alternativ-Energie Projekte e.V.
20.05.2006 - 21.05.2006
Köln
www.gap-ev.de


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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