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News des Monats September 2006

1. Spatenstich für Hybridkraftwerk in Neuried
2. Schmack errichtet 3-MW-Biogasanlage für Energieversorgung Schwerin
3. Eon erhält Genehmigung zur Geothermienutzung in Poing
4. ORC-Turbine für Geothermieprojekt in Landau
5. Masterstudiengang »Geothermische Energiesysteme« an der FH Bochum
6. Rainer Bostel übernimmt Geschäftsführung für Produktbereich
    Heizungstechnik der Honeywell GmbH

7. Kooperationsforum: Innovative Konzepte für Kraft-Wärme-Kopplung


1. Spatenstich für Hybridkraftwerk in Neuried

Am 5. August 2006 erfolgte der erste Spatenstich für das Hybridkraftwerk in Neuried. Durch eine Bohrung sollen Thermalwasservorkommen in einer Tiefe von rd. 2 500 bis 3 000 m erschlossen werden. Die dort zu erwartenden Temperaturen liegen mit rd. 115 bis 125 °C an der unteren Grenze der wirtschaftlichen Stromerzeugung. Gleichzeitig entsteht am Standort eine Biogasanlage. Diese ist als Kraft-Wärme-Kopplung ausgelegt, dessen Abwärme dem Geothermieteil zugeführt wird. Damit kann die elektrische Leistung dieser Anlage, die mit einer Kalina-Turbine ausgestattet werden soll, um bis zu 500 kW gesteigert werden. Insgesamt wird das Hybridkraftwerk eine elektrische Leistung von rd. 5.6 MW bereitstellen. Zusätzlich ist geplant, Fernwärme für ein Gewerbegebiet zu liefern. Betrieben wird die Anlage durch die Hybridkraftwerk Neuried GmbH & Co. KG, einer Gesellschaft, in der die Kommune und das Tiefbohrunternehmen DrillTec GUT GmbH, Deggendorf, kooperieren.
Ein ausführlicher Fachbericht über dieses Projekt erscheint in der EuroHeat&Power 10/2006.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


2. Schmack errichtet 3-MW-Biogasanlage für Energieversorgung Schwerin

Die Schmack Biogas AG, Schwandorf, hat von der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. KG den Auftrag zur Errichtung einer Biogasanlage mit einem Auftragsvolumen von rd. 9,3 Mio. Euro erhalten. Die Errichtung der Anlage soll noch im Jahr 2006 beginnen, ab August 2007 soll der Probebetrieb erfolgen. Mit einer elektrischen Leistung von 3 MW wird die Anlage in Schwerin eine der größten Biogasanlagen in Deutschland sein, in der Biogas ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) gewonnen wird.
Ulrich Schmack, Vorstandsmitglied der Schmack Biogas AG: »Wir freuen uns, mit den Stadtwerken Schwerin einen weiteren wichtigen Kunden aus dem Kreis der Energieversorger gewonnen zu haben, der einen Anteil seiner Energieerzeugung über Biogas abdecken wird. Die neue Anlage hat in ihrer Größenordnung sicherlich eine Vorreiter-Funktion und ist für uns der Auftakt für langfristige Partnerschaften mit Stadtwerken. Anlagen dieser Art benötigen aufgrund der hohen Projektanforderungen entsprechend lange Entwicklungszeiten«.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


3. Eon erhält Genehmigung zur Geothermienutzung in Poing

Das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie hat der Eon Bayern Wärme GmbH die Genehmigung erteilt, auf dem Gemeindegebiet von Poing hydrothermale Erdwärme (Heißwasser) aufzusuchen. Die Genehmigung ist auf 3 Jahre befristet und umfasst den Zeitraum vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2009. Das »Erlaubnisfeld« beträgt über 20 km2. Die vorgesehene Bohrtiefe beträgt bis zu 2 550 m. Nach den bisher vorliegenden seismischen Erkundungen wird eine Wassertemperatur von 75 bis 90 °C erwartet. Die förderbare Wärmeleistung bei 50 l/s und einer Temperaturspreizung von 30 K liegt bei rd. 6 MW. Die Eon Wärme GmbH verfügt damit über die alleinigen Nutzungsrechte in diesem Gebiet. Die Genehmigung ist an verschiedene Auflagen gebunden. So muss der Nutzer die vorliegenden seismischen Daten verifizieren, das über die Förderbohrung gewonnene Wasser über eine Reinjektionsbohrung vollständig zurückleiten und ein Gutachten über den Wärmebergbau erstellen lassen.
Bereits seit dem Jahr 1988 betreibt Eon in Poing eine Fernwärmeversorgung. Über die insgesamt 12,4 km langen Leitungen werden jährlich rd. 35 Mio. kWh Wärme für 334 versorgte Objekte geliefert, die in einem BHKW erzeugt werden.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


4. ORC-Turbine für Geothermieprojekt in Landau

Der Bau des ersten industriellen Geothermiekraftwerks Deutschlands in Landau/Pfalz schreitet voran: Nachdem im März 2006 auch die zweite Bohrung erfolgreich abgeschlossen worden war, konnte am 20. Juli der Auftrag für die Turbine vergeben werden. Den Zuschlag erhielt der israelisch-amerikanische Hersteller Ormat Technologies Inc. Auftraggeber ist die geo x GmbH, Landau, ein Tochterunternehmen der Pfalzwerke AG, Ludwigshafen, und der EnergieSüdwest AG, Landau.
Für Ormat ist der Auftrag mit einem Volumen von 3,5 Mio. Euro das erste Projekt auf dem deutschen Markt. Die bestellte Turbine arbeitet nach dem Organic-Rankine-Cycle-Prozess (ORC), verbunden mit einer Luftkühlung. Das Kraftwerk soll mit 2 bis 2,5 MW Strom ins öffentliche Netz und mit 8 MW Leistung Wärme für angrenzende Wohngebiete liefern.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


5. Masterstudiengang »Geothermische Energiesysteme« an der FH Bochum

Das GeothermieZentrum Bochum (GZB) und die Fachhochschule Bochum haben gemeinsam mit Gutachtern aus Wissenschaft und Praxis das Ausbildungskonzept für einen neuen Masterstudiengang »Geothermische Energiesysteme« für Naturwissenschaftler und Ingenieure konzipiert. Dieser Studiengang startet mit Beginn des Wintersemesters 2006/2007 an der Fachhochschule Bochum.
Die Einbindung geothermischer Energiesysteme in kommunale Infrastrukturen oder Einzelbauwerke ist eine komplexe und fachbereichsübergreifende Planungsaufgabe. Ihre bautechnische Umsetzung erfordert von allen Energiequellen das höchste Maß an Interdisziplinarität der beteiligten Fachleute. Hierzu muss ingenieur- und naturwissenschaftliches Know-how aus dem Bergbau- und Reservoir-Engineering, der Tiefbohr- und Geotechnik, den Geowissenschaften, dem Maschinen- und Anlagenbau, der hydraulischen Netztechnik sowie der Gebäudeversorgungstechnik und Bauklimatik gemeinsam vermittelt werden. Neben den technisch-naturwissenschaftlichen Kenntnissen werden Aspekte des Projektmanagements großer kombinierter Bau- und Energieversorgungsvorhaben vertieft. Versorgungs- und Infrastrukturprojekte, wie sie der Bau geothermischer Kraftwerke oder Wärmeerzeugungsanlagen darstellen, sind häufig PPP-(Public-Private-Partnership) Vorhaben. Neben allgemeinen Managementfertigkeiten stehen hier baubetriebliche, bau-, berg- und umweltrechtliche sowie finanztechnische Fragestellungen im Mittelpunkt der Ausbildung.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


6. Rainer Bostel übernimmt Geschäftsführung für Produktbereich
    Heizungstechnik der Honeywell GmbH


Dr. Rainer Bostel (47), bisher Vertriebsleiter des Haustechnik-Bereichs der Honeywell GmbH, Mosbach, hat am 1. August 2006 die Geschäftsführung für den Produktbereich Heizungstechnik Europa, Mittlerer Osten und Afrika übernommen. Er ist damit für Marketing und Entwicklung sowie für die Vermarktung der Heizungstechnik-Produkte in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika verantwortlich. Sein Vorgänger, Dr. Adriano Motta, geht in den Ruhestand. Nachfolger von Dr. R. Bostel als Vertriebsleiter Honeywell GmbH, Haustechnik ist Roland Schweikardt (45). Er übernimmt die Gesamtverantwortung für den Vertrieb der Wasser-, Heizungs- und Regelungsprodukte der Honeywell GmbH, Haustechnik mit dem Ziel, die positive Geschäftsentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterzuführen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


7. Kooperationsforum: Innovative Konzepte für Kraft-Wärme-Kopplung

Am 28. September 2006 findet in Nürnberg das Kooperationsforum »Kraft-Wärme-Kopplung – Innovative Konzepte für neue Anwendungen« statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neueste Entwicklungen im Bereich der KWK-Anlagen. Das Themenspektrum reicht vom Einsatz regenerativer Energieträger über innovative Konzepte zur optimalen Nutzung der eingesetzten Energie bis hin zu betriebswirtschaftlichen Aspekten.
Parallel zum Kooperationsforum findet eine Fachausstellung statt. Konzipiert und organisiert wird diese Veranstaltung von der Bayern Innovativ GmbH, als Projektträger des Bayerischen Energie-Forums, in Zusammenarbeit mit dem Energietechnologischen Zentrum etz und mit Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)




Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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