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News des Monats Januar 2005

1. Tagungsband Nahwärme-Forum 2004 jetzt erhältlich
2. Drei neue Förderprogramme der KfW Förderbank ab 2005
3. Dr. Thomas Severin neuer Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH
4. KMR altern schneller und anders als bisher angenommen
5. Wärme aus erneuerbaren Energien im Kommen

1. Tagungsband Nahwärme-Forum 2004 jetzt erhältlich

Zur Tagung Nahwärme-Forum 2004, die in Osnabrück stattfand, ist nun der Tagungsband erschienen, den Sie über Fraunhofer UMSICHT beziehen können. Darin werden die neuen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Nahwärmeprojekte z.B. im Bereich der Biomassenutzung vorgestellt. Untersuchungen und Projektbeispiele zeigen, dass selbst im Gebäudebestand und im ländlichen Raum Nahwärme wirtschaftlich genutzt werden kann. Weiterhin werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch Anlagenauslegung sowie durch Regelung von Wärmeerzeugung und –verteilung die Wirtschaftlichkeit von Nahwärmekonzepten verbessert werden kann. Anhand von Praxisbeispielen werden technische Neuerungen vorgestellt und Einblicke in die Realisierung von Nahwärmekonzepten gegeben. Zukünftig können Nahwärmenetze eine wichtige Rolle dabei spielen, große zentrale Anlagen zur Stromerzeugung durch effiziente dezentrale KWK-Anlagen zu ersetzen. Welche Voraussetzungen dafür Nahwärmenetze erfüllen und wie sie aufgebaut sein müssen, wird ebenfalls erläutert.
(E-Mail: kontakt@nahwaerme-forum.de)


2. Drei neue Förderprogramme der KfW Förderbank ab 2005

Die KfW Förderbank hat am 1. Januar 2005 in den Bereichen Bauen, Wohnen, Energie sparen eine neue Programmstruktur eingeführt. Neben dem unveränderten KfW-Wohneigentumsprogramm und dem KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden 3 neue Programme angeboten (Siehe auch Newsletter vom 7. Dezember 2004). Für die Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme sind die Programme »Wohnbau modernisieren« und »Ökologisch bauen« relevant. Über diese können u.a. Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme einschließlich der unmittelbar dadurch veranlassten Maßnahmen mitfinanziert werden. Dies sind u.a.:
- Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (Einzelanlagen, Nah-/Fernwärme – mit erneuerbaren Energien),
- Biogasanlagen,
- automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen, die nur mit Biomasse befeuert werden (außer Holzvergasungsanlagen),
- Holzvergasungsanlagen,
- Wärmeübertrager,
- Wärmeübergabestationen und Rohrnetze (ab Grundstücksgrenze) bei Nah-/Fernwärme,
- Einzelanlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (z.B. Blockheizkraftwerke oder Brennstoffzellen).
Contracting-Projekte werden ebenfalls gefördert. Die Zinssätze betragen ab 1. Januar 2005 für ein Darlehen mit 20 Jahren Laufzeit, 3 tilgungsfreien Anlaufjahren und 10 Jahren Zinsbindung zwischen nom. 2,15 % p.a. und 3,45 % p.a. sowie zwischen eff. 2,69 % p.a und 5,05 % p.a. (je nach Programm und Anwendungsfall). Eine ausführlicher Bericht über die Förderprogramme erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2005.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


3. Dr. Thomas Severin neuer Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH

Dr. Thomas Severin wurde ab 1. Januar 2005 zum Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim, bestellt und führt dort gemeinsam mit dem bisherigen Geschäftsführer Michael Lowak die Geschäfte der 100%igen Tochter der MVV Energie AG. Mit der im Oktober 2004 gegründeten Gesellschaft will sich die MVV Energie Gruppe zu einem der drei größten Energiedienstleister in Deutschland entwickeln (Siehe EuroHeat&Power 12/2004). Th. Severin studierte Maschinenbau an der Universität Rostock und war seit 1991 in verschiedenen Positionen bei der N-Ergie Aktiengesellschaft, Nürnberg, tätig. Im Jahr 2003 wurde Th. Severin zum Technischen Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig GmbH bestellt, wo er bis zum Wechsel zur MVV Energie tätig war.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


4. KMR altern schneller und anders als bisher angenommen

Bei der Lebensdauerabschätzung von Kunststoffmantelrohren nach EN 253 wird nur die thermische Belastung bei Luftabwesenheit berücksichtigt. Umfassende Praxiserfahrungen inbezug auf die reale Alterung von KMR gibt es jedoch nicht. In einem Forschungsvorhaben wurde deshalb geprüft, ob auch andere Faktoren, wie die mechanische Wechselbeanspruchung und die Thermooxidation, die Zeitstandsfestigkeit von KMR beeinflussen. Dabei wurden 110 praxisgealterte Rohrproben aus Fernwärmenetzen von 10 verschiedenen Energieversorgungsunternehmen geprüft. Das Rohralter lag bei 3 bis 25 Jahren. Es konnte festgestellt werden, dass die Diskrepanzen zwischen den Aussagen für die Dauergebrauchseigenschaften aus der künstlichen Alterung bei 180, 185 und 190 °C nach der EN 253 und den im Forschungsvorhaben gewonnenen Praxisergebnissen groß sind. Es kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass Kunststoffmantelrohre deutlich schneller altern und auch die Alterung anders abläuft ! als bisher angenommen. Die EN 253 bedarf diesbezüglich einer dringenden Änderung. So macht bei 115 bis 120 °C Dauertemperatur der bisher nicht berücksichtigte Scherfestigkeitsabfall immerhin rd. 2/3 der Schädigung aus. Eine ausführlicher Bericht über das Forschungsvorhaben erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 1-2/2005.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


5. Wärme aus erneuerbaren Energien im Kommen
Die Bundesregierung hat im Jahr 2004 mit rd. 740 000 m2 Solarkollektorfläche ein Drittel mehr installierte Solaranlagen gefördert als noch 2003. Auch umweltfreundliche Biomasseheizungen wurden besonders stark nachgefragt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin: »Mit dem aus dem Ökosteuer-Aufkommen finanzierten Marktanreizprogramm haben erneuerbare Energien auch bei der Wärmeerzeugung einen Schub bekommen. Die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgereizt.« Das Bundesumweltministerium hatte die »Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien« vor einem Jahr überarbeitet. Die neuen Förderkonditionen gelten seit dem 1. Januar 2004 für private Antragsteller sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts. Freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen können die Richtlinien seit der Genehmigung durch die Europäische Kommission im September 2004 nutzen. J. Trittin: »Von der Erweiterung der Antragsberechtigten um Kommunen und Körperschaften des öffentlichen Rechts erwarte ich interessante Projekte.«
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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