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News des Monats Mai 2005

1. Streitpunkt Wärmepreise: Besser als ihr Ruf!
2. Heizkostenverteiler: Zweifelhafte Verkaufsargumente
3. Eurocontract: Standardisierte Energiedienstleistungen für Europa
4. KfW-Förderung von Contracting-Projekten: Bisherige Einschränkung auf Heizungsanlagen entfällt
5. Contracting für Bundesliegenschaften
6. Veranstaltungstipps Mai 2005

1. Streitpunkt Wärmepreise: Besser als ihr Ruf!

Im Zusammenhang mit Strom- und Gaspreiserhöhungen sind auch die Wärmepreise in das Bewusstsein der Kunden gerückt. Unter Verweis auf eine Billigkeitskontrolle gemäß §§ 315, 316 BGB sowie auf alternative Versorgungsmöglichkeiten mehren sich die Einwände gegen Wärmepreise und deren Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung. Vor diesem Hintergrund hat die EST Gesellschaft für Energiesystemtechnik mbH, Essen, die Kostenstrukturen und Preisgefüge von unterschiedlichen Nahwärmeversorgungen analysiert. Die Ergebnisse sind in einem ausführlichen Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005 erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005)


2. Heizkostenverteiler: Zweifelhafte Verkaufsargumente

Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip, elektronische Heizkostenverteiler oder Funksysteme – welches dieser Geräte bei der Heizkostenerfassung eingesetzt werden soll, hängt im Wesentlichen von der Gebäudeart ab. So ist bei Neubauten mit Niedertemperaturheizung ein elektronisches Gerät nach dem Zweifühlerprinzip notwendig, bei Standardheizungsanlagen in Altbauten jedoch nach wie vor das Verdunstungsprinzip die kostengünstigste Lösung.
Friedemann Kuppler, Kalorimeta AG & Co. KG, Hamburg, stellt in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005 die wesentlichen Vor- und Nachteile der verschiedenen Geräte vor.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005)


3. Eurocontract: Standardisierte Energiedienstleistungen für Europa

Am 1. Januar 2005 startete im Auftrag der Europäischen Kommission das Projekt Eurocontract. Mit Partnern aus Österreich, Großbritannien, Schweden, Finnland, Frankreich, Norwegen, Italien und Griechenland will die Berliner Energieagentur bis Ende 2007 eine europäische Plattform für Energiedienstleistungen schaffen. Erklärtes Ziel des von der Berliner Energieagentur initiierten und koordinierten Projektes ist es, einen relevanten Beitrag zur weiteren Marktentwicklung für Energiedienstleistungen in Europa zu leisten, indem das Modell des Einspar-Contractings weiter entwickelt und verbreitet wird. Das Projekt leistet damit auch einen Beitrag zur Umsetzung europäischer Richtlinien und Initiativen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, zu Energieeffizienz oder Endenergieverbrauch und Energiedienstleistungen.
Ein ausführlicher Fachbeitrag über das Projekt ist in dem Sonderteil Contracting II/2005 der
Fachzeitschrift EuroHeat&Power erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005)


4. KfW-Förderung von Contracting-Projekten: Bisherige Einschränkung auf Heizungsanlagen entfällt

Ab sofort können alle Contracting-Vorhaben, in denen die durchgeführten Maßnahmen den Programmbestimmungen der KfW-Förderbank entsprechen, gefördert werden. Die bisherige Einschränkung auf Heizungsanlagen entfällt. Die KfW, Frankfurt (Main) fördert Contracting-Vorhaben
• im Umweltprogramm,
• im KfW-Infrastrukturprogramm,
• im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien und
• in den Programmen »Wohnraum Modernisieren«, »Ökologisch Bauen« und KfW-CO2-Gebäudesanierung des
Förderbereichs Bauen, Wohnen, Energie sparen.
Eine Abgrenzung erfolgt grundsätzlich nach der Gebäudeart: Handelt es sich z.B. um ein Wohngebäude, so ist der Antrag im Programm »Wohnraum Modernisieren«, »Ökologisch Bauen« bzw. im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm zu stellen. Geht es um gewerblich genutzte Gebäude oder kommunale Liegenschaften, kann das Vorhaben aus dem KfW-Umweltprogramm finanziert werden. Mehrheitlich kommunale Antragsteller können Vorhaben im kommunalen Interesse aus dem KfW-Infrastrukturprogramm finanzieren. Im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien ist die Unterscheidung nach Gebäudeart nicht notwendig. Antragsberechtigt sind Contracting-Geber. Für eine Förderung müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:
• Es muss sich um ein im ausgewählten Programm förderfähiges Vorhabenhandeln.
• Der Contractor ist Investor und Betreiber der Anlage; die Inves-tition liegt im wirtschaftlichen Risiko
des Contractors.
• Die Laufzeit des Contracting-Vertrages darf nicht kürzer sein als die Laufzeit des KfW-Kredits.
• Der Contracting-Geber hat dem Contracting-Nehmer gegenüber offen zu legen, dass er Fördermittel durch die KfW erhält. Auch die Konditionen sind dem Contracting-Nehmer mitzuteilen. Diese Bedingung ist in die Kreditzusage aufzunehmen.
(Quelle: Sonderteil Contracting II/2005 in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005)


5. Contracting für Bundesliegenschaften

Innovative Contracting-Modelle sind aus Sicht der Bundesregierung ein wichtiges Instrument zur Erfüllung der selbst gesteckten Klimaschutzziele. Um 21 % sollen die CO2-Emissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber dem Basisjahr 1990 in den eigenen Liegenschaften reduziert werden. Deshalb hat die Bundesregierung im Jahr 2002 das Projekt »Energieeffizienz-Contracting in den Liegenschaften des Bundes« beschlossen. Ziel des Projekts ist, möglichst viele geeignete Bundesliegenschaften durch Contracting-Projekte energetisch zu optimieren, Kosten zu senken und zur Erfüllung der Selbstverpflichtung der Bundesregierung beizutragen. Die Steuerung des Projekts erfolgt durch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin.
Im Juli 2004 wurde für das Grenzschutzpräsidium Mitte der erste Energiespar-Contracting-Vetrag geschlossen. Inzwischen wurden auch für das Zollkriminalamt in Köln sowie für 3 Bundesliegenschaften im Rhein-Main-Gebiet Erfolgsgarantie-Verträge unterzeichnet. In weiteren 27 bundeseigenen Liegenschaften werden derzeit Ausschreibungen durchgeführt bzw. konkret vorbereitet.
Bei erfolgreicher Umsetzung der genannten Contracting-Ausschreibungen können die bisherigen Energiekosten der insgesamt 32 Bundesliegenschaften von rd. 11 Mio. Euro voraussichtlich um insgesamt 2,6 Mio. Euro/a reduziert werden. Die sofortige Haushaltsentlastung des Bundes beträgt insgesamt 550 000 Euro/a. Um diese Ziele zu erreichen, werden durch die Contractoren insgesamt rd. 11,5 Mio. Euro in energiesparende Maßnahmen investiert. Durch die Energiesparmaßnahmen können die energiebedingten CO2-Emissionen um rd. 14 000 t/a reduziert werden.
Damit ist das Potenzial für Contracting in Bundesliegenschaften jedoch bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. So sollen allein bis Ende 2005 20 bis 30 weitere Bundesliegenschaften verbindlich für eine Projektteilnahme gewonnen werden.
Ein ausführlicher Fachbeitrag über dieses Projekt erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 7-8/2005.
(Quelle: Sonderteil Contracting II/2005 in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 5/2005)


6. Veranstaltungstipps Mai 2005

Qualifizierungsseminar Teil III: Technische Konzepte zur Wärmelieferung, Stromlieferung durch Contractoren
Veranstalter: Verband für Wärmelieferung e.V.
12./13. Mai 2005
Hamburg
http://www.vfw.de/_vfw/veranstaltungen/_seminare.php

VOR-ORT-Fachveranstaltung: Energieeffiziente Modernisierung bei der GEWOBA
Veranstalter: Bremer Impulse
19. Mai, 16.00 - 19.00 Uhr
Bremen, Steffensweg 97
http://www.energiekonsens.de

Nahwärme 2005
Veranstalter: VWEW Energieverlag GmbH
20. Mai 2005
Mönchengladbach
http://www.vwew.de/


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

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