[news / newsletter archiv]

News des Monats März 2005

1. HotModule-Anwendung im Nahwärmenetz Krefeld-Fischeln
2. Energiemanagement-Dienstleistung mit kundenspezifisch gestaltetem Web-Portal
3. Vierte Hochtemperatur-Brennwertnutzung an einem BHKW realisiert
4. VWEW-Fachforum »Nahwärme 2005«
5. Energie-Effizienz durch dena-Energiepass
6. Veranstaltungstipps April 2005

1. HotModule-Anwendung im Nahwärmenetz Krefeld-Fischeln

RWE Fuel Cells und die Stadtwerke Dinslaken / Fernwärmeversorgung Niederrhein testen erstmals in Europa die Hochtemperatur-Brennstoffzelle HotModule in einem Nahwärmenetz. Ziel ist es, das Betriebsverhalten der Brennstoffzelle in einem Nahwärmeverbund zu analysieren und so die für künftige Anlagen bestmögliche Auslegung zu finden. Dazu werden unter anderem die exakten Lastverläufe einiger Haushalte und zweier Gewerbebetriebe vermessen.
Konzipiert ist das HotModule, das eine Prozesstemperatur von 650 °C erzielt, für Anwendungen mit ganzjährigem Wärme- oder Kältebedarf. Bisherige Installationen in der Industrie, in Krankenhäusern und Telekommunikationseinrichtungen machen deutlich, wie breit die Einsatzfelder der Hochtemperatur-Brennstoffzelle gestreut sind. Mit der Installation in einem Nahwärmenetz betreten die Projektpartner neues Terrain, denn das HotModule bewährt sich vorwiegend in Anwendungen, wo die Wärme der Hochtemperatur-Brennstoffzelle auf hohem Temperaturniveau genutzt werden kann. Beispiele hierfür sind die Dampfbereitstellung in der Industrie oder die Sterilisation von Operationsbesteck im Krankenhaus. »Wir können bei einem Nahwärmenetz zwar das hohe Temperaturniveau nicht nutzen, aber in anderer Hinsicht finden wir hier optimale Bedingungen vor. Bei der Vielzahl angeschlossener Haushalte besteht ein kontinuierlicher Grundbedarf an Wärme, denn ganzjährig wird die Warmwasserversorgung gefor! dert, in den kalten Monaten kommt die Heizlast hinzu«, betont Dr. Michael Fübi, Geschäftsführer der RWE Fuel Cells. Aus diesem Grund ist die Nahwärmeversorgung eines der Einsatzfelder, das RWE Fuel Cells mit dem HotModule adressieren möchte. RWE Fuel Cells und der HotModule-Hersteller MTU CFC Solutions GmbH, Ottobrunn, planen die Vermarktung von Brennstoffzellenkraftwerken, die eine elektrische Leistung zwischen 200 und 3 000 kW und eine thermische Leistung zwischen 150 und 2 250 kW bereitstellen. Ende 2006 sollen die ersten HotModule in Serie gefertigt werden.
Ein ausführlicher Fachbeitrag über das Projekt ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005 erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005)


2. Energiemanagement-Dienstleistung mit kundenspezifisch gestaltetem Web-Portal

Eine am Markt bisher einzigartige E-Service-Lösung für das Energiemanagement von Gebäuden und Liegenschaften kann auch von Computerlaien problemlos bedient werden und erfordert keine zusätzliche Installation von Hard- oder Software. Das System wurde von dem IT-Dienstleister eggs unimedia gmbh, München, realisiert und wird von Siemens Building Technologies (SBT) mittlerweile in zahlreichen Ländern als ASP-Lösung (Application Service Providing) bereitgestellt. Zielgruppe für »Energie Monitoring & Controlling« (EMC) – so der Name der neuen Energiemanagement-Dienstleistung – sind Kommunen und Energieversorger ebenso wie Unternehmen mit mehreren Standorten und typische Liegenschaftsverwalter. Der Web-Service zeichnet Energieverbrauch, Energiekosten, damit verbundene Schadstoffemissionen sowie andere relevante Kenngrößen in regelmäßigen Abständen auf und wertet sie automatisch aus. Die einzelnen Zählerstände werden dazu online über einen normalen Web-Browser an einen zentralen Server übermittelt. Die Auswertungen erfolgen individuell je nach den Anforderungen und können direkt auf einem Internet-PC dargestellt werden. Abgerechnet wird mit einer relativ geringen Gebühr im Jahr je angeschlossenem Zähler. Der besondere Pluspunkt der Anwendung: Für die web-basierte Energiebuchhaltung sind keine Investitionen, keine zusätzlichen Softwareinstallationen, keine Wartungsverträge und keine speziellen Schulungen notwendig. Außerdem ist der Zugriff auf die Daten rund um die Uhr weltweit möglich.
Ein ausführlicher Fachbeitrag über diese Dienstleistung ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005 erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005)


3. Vierte Hochtemperatur-Brennwertnutzung an einem BHKW realisiert

Im Dezember 2000 errichtete die BHF Verfahrenstechnik GmbH, Markranstädt, in Frankfurt (Main) das erste Hochtemperatur-Brennwertmodul in einer BHKW-Anlage. Damit konnte der Wirkungsgrad der Anlage wesentlich verbessert werden. Im Oktober 2004 gingen in der Deutschen Sporthochschule Köln 2 weitere HT-Brennwerttechnikanlagen in Betrieb, die im Rahmen eines Contracting-Modells betrieben werden. Die Planung und der Bau der HT-Brennwertmodule erfolgte durch die BHF Verfahrenstechnik GmbH. In der Kölner Anlage wurde jedem BHKW-Modul ein HT-Brennwertmodul nachgeschaltet, wodurch ein unabhängiger Betrieb der Anlagen möglich ist. Die Inbetriebnahme der HT-Brennwertmodule konnte in einer Woche realisiert werden. Seit Anfang Oktober 2004 befinden sich beide Module im automatischen Betrieb. Störungen sind bisher nicht aufgetreten.
Durch den Einsatz der HT-Brennwerttechnik liefert die BHKW-Anlage der Deutschen Sporthochschule Köln bis zu 150 kW zusätzliche Wärme bei gleichbleibendem Brennstoffverbrauch. Es wird ein Gesamtwirkungsgrad von 97 bis 99 % erreicht. Zwischenzeitlich konnte die BHF Verfahrenstechnik GmbH, welche die HT-Brennwerttechnologie bis zur Industriereife entwickelt hat, einen Kooperationspartner für die Vermarktung der innovativen Brennwerttechnologie – die Mainova AG, Frankfurt (Main) – gewinnen. Im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen hat die Mainova AG die Patentrechte für dieses Verfahren erworben.

Ein ausführlicher Fachbeitrag über diese Anlage ist in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005 erschienen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005)


4. VWEW-Fachforum »Nahwärme 2005«

Der VWEW Energieverlag, Frankfurt (Main), führt am 20. Mai 2005 in Mönchengladbach das 10. VWEW-Fachforum »Nahwärme 2005 – Das Forum für Nahwärmeversorgung und Wärmecontracting« mit begleitender Fachausstellung durch. Wärmecontracting gewinnt bei Erneuerungsinvestitionen ebenso wie bei Neubauten immer mehr an Bedeutung. Energiedienstleistungsunternehmen erkennen die Chance, ihre Kundenkontakte auch in dieser Hinsicht zu nutzen. Sie verfügen über qualifizierte Mitarbeiter und besitzen gemeinsam mit Marktpartnern das Know-how für die Planung und spätere Betreuung der Anlagen.
Das im Jahr 2004 novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert zudem den Bau von Biogasanlagen und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung mit hohen Einspeisevergütungen für den erzeugten Strom. Damit gewinnt die Kraft-Wärme-Kopplung auf Biogasbasis eine größere Bedeutung für den Nahwärmemarkt.
Im diesjährigen Forum stehen die Themen Biogas, die geänderte Gesetzeslage ebenso wie das konventionelle Wärmecontracting im Mittelpunkt. Der traditionelle Erfahrungsaustausch über Projekte und Betriebserfahrungen runden das Spektrum ab. Parallel zum Fachforum findet am 20. und auch am 21. Mai 2005 eine Fachausstellung zum Thema Nahwärme statt.
Das Forum wendet sich vornehmlich an Mitarbeiter aus Querverbundunternehmen, die bereits über ein Nahwärmeangebot verfügen bzw. dessen Einführung planen. Es wendet sich zudem an Planer von Anlagen für Wärmedienstleistung, Ingenieurbüros und an Hersteller von Komponenten für die Wärmeversorgung.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005)


5. Energie-Effizienz durch dena-Energiepass

Der Gebäudeenergiepass der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) habe seinen Praxistest erfolgreich bestanden und überzeuge als innovatives Instrument zur Mobilisierung von Energieeffizienz-Potenzialen im Gebäudebestand. Dies betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler im Rahmen einer Pressekonferenz zum Abschluss eines bundesweiten Feldversuchs. Nach der »EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden« (2002/91/EG), muss ab Anfang 2006 bei Verkauf oder Vermietung von Wohnungen ein »Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden« ausgestellt werden. Die nationale Umsetzung der Richtlinie in Deutschland erfolgt mit der im Januar 2006 anstehenden Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Unter Einbeziehung aller wichtigen Marktpartner hat die dena einen »Prototypen« für einen bundeseinheitlichen Gebäudeenergiepass entwickelt. Dieser Prototyp wurde von November 2003 bis Dezember 2004 getestet. Ziel war es, den Gebäudeenergiepass unter Praxisbedingungen zu erproben und seine Marktakzeptanz zu überprüfen.
Entsprechend dem Feldversuch hat der Gebäudeenergiepass eine hohe Marktakzeptanz: 80 % der Selbstnutzer und der privaten Vermieter sowie 40 % der befragten Wohnungsgesellschaften würden den dena-Energiepass ganz oder überwiegend empfehlen. »Der bedarfsorientierte Energiepass wird vom Endverbraucher verstanden und kann in guter Qualität zu günstigen Konditionen erstellt werden«, erklärt St. Kohler. »So lagen die Kosten für 65 % aller Energiepässe unter 300 Euro. Nicht zuletzt gibt der Gebäudeenergiepass nachweislich Impulse für Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand. 70 % der Eigentümer wollen die im Energiepass empfohlenen Modernisierungsmaßnahmen ganz oder teilweise umsetzen und bei 30 % war der Energiepass direkt der Auslöser für geplante Modernisierungsmaßnahmen«, so St. Kohler.
Am Feldversuch waren insgesamt 33 regionale Kooperationspartner aus ganz Deutschland beteiligt – darunter Wohnungsunternehmen, Kommunen, Verbraucherzentralen, Energieversorgungsunternehmen und Energieagenturen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power 4/2005)


6. Veranstaltungstipps April 2005

Energiekennwerte
Veranstalter: VDI-Wissensforum
12. April 2005
Düsseldorf

Biogas Energieträger der Zukunft
Veranstalter: VDI-Wissensforum
12.-13. April 2005
Osnabrück

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2004
Veranstalter: VDEW Energieverlag GmbH
12.-13. April 2005-04-12
Dortmund

Forum Innovative Technologien
Veranstalter: Bremer Energie-Konsens
14. April 2005
Bremen

Wirtschaftliche Perspektiven erneuerbarer Energien & Energieeffizienz
Veranstalter: Evangelische Akademie Tutzing
14. April 2005
Tutzing

5. Fachtagung Brennstoffzelle
Veranstalter: VDI Wissensforum GmbH
19.-20. April 2005
Hamburg

Bioenergie-Nutzung in Stadt und Region
Veranstalter: Eurosolar e.V.
27. April 2005
Aachen


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de

zurück zum Newsletter Archiv