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Newsletter vom 20. Dezember 2005



1. Siemens errichtet Erdwärmekraftwerk für Geothermie Unterhaching
2. MVV Energie erweitert Geothermieanlage in Weinheim
3. EnBW fördert Biogas-Brennstoffzelle
4. Badenova fördert Klein-BHKW
5. Österreich: Novelle des Ökostromgesetzes beschlossen
6. AGFW, VKU und B.KWK begrüßen energiepolitische Passagen im Koalitionsvertrag
7. Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien
8. Förderinstrumente zur Einführung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
9. Betriebserfahrung mit Brennstoffzellen-Heizgeräten
10. Internationale Handelsplattform BioXchange für Biomasse
11. VfW: Keinen automatischen Eigentumsübergang der Anlage in Contracting-Verträgen vereinbaren
12. Public Private Partnership
13. Veranstaltungstipps Januar 2006


1. Siemens errichtet Erdwärmekraftwerk für Geothermie Unterhaching

Der Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) der Siemens AG, Erlangen, errichtet für die Geothermie Unterhaching GmbH und Co. KG ein schlüsselfertiges Erdwärmekraftwerk in Unterhaching bei München. Das Erdwärmekraftwerk ist für eine elektrische Leistung von 3,36 MW ausgelegt und wird nach dem Kalina-Prinzip arbeiten. Damit lässt sich Wärme aus Niedertemperaturquellen mit einem gegenüber herkömmlichen Anlagen höheren Wirkungsgrad in elektrische Energie umwandeln. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt rd. 16 Mio. Euro. Der Start des kommerziellen Betriebs ist für Mitte 2007 geplant.
Ein ausführlicher Bericht über das Geothermie-Projekt in Unterhaching erscheint in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


2. MVV Energie erweitert Geothermieanlage in Weinheim

Die MVV Energie AG, Mannheim, errichtet in Weinheim an der Bergstraße für ein Neubaugebiet die Wärmeversorgung, deren Grundlast über Geothermie gedeckt werden soll. MVV Energie betreibt bereits eine Geothermie-Anlage in Weinheim, die im Probebetrieb das Freizeitzentrum miramar mit Wärme aus 1 150 m Tiefe versorgt. Da das Bad nachts geschlossen ist, wird MVV Energie die überschüssige Wärme zwischenspeichern und sie nach Bedarf in das Nahwärmenetz des neuen Wohn- und Mischgebiets einspeisen. Dr. Werner Dub, Technikvorstand von MVV Energie: »Die geologischen Voraussetzungen der oberrheinischen Tiefebene sind hervorragend dafür geeignet, Erdwärme zu nutzen, da bereits in vergleichsweise geringen Tiefen relativ hohe Temperaturen herrschen.«
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


3. EnBW fördert Biogas-Brennstoffzelle

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, erweitert ihr Brennstoffzellen-Erprobungsprogramm um eine Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle des Typs HotModule der MTU CFC Solutions GmbH, Fried-richshafen, die speziell auf den Betrieb mit Biogas ausgelegt wurde. In diesem Projekt ist die EnBW Teil eines Konsortiums unter der Führung des Landkreises Böblingen, der die Biogas-Brennstoffzelle mit einer Nennleistung von 250 kW schlüsselfertig bezieht und Anfang 2006 im Kompostwerk in Leonberg installiert. Maßnahmen zur Bauvorbereitung werden derzeit eingeleitet.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


4. Badenova fördert Klein-BHKW

Die badenova AG & Co. KG, Freiburg, will die Markteinführung von Klein-BHKW vorantreiben. Mit dem Förderprogramm »Erdgas Plus 2« investiert badenova rd. 400 000 Euro in die Förderung dieser Anlagen, von denen bis zu 250 im badenova-Marktgebiet mit Zuschüssen bis zu 3 600 Euro unterstützt werden sollen. Das Programm wird zusammen mit dem Fachhandwerk der Innungen Sanitär, Heizung, Klima und Elektro sowie mit der Handwerkskammer Freiburg abgewickelt und soll bis Ende 2006 dauern. Zwar sei die Technik für die Mini-BHKW längst ausgereift, doch am Markt haben sich die kleinen Kraftwerke noch längst nicht in der Breite durchgesetzt, so das Unternehmen. badenova-Vorstand Mathias Nikolay: »Dass sich jeder Hausbesitzer sein eigenes E-Werk leisten kann, ist keine Vision mehr, sondern schon erkennbar eine Zukunftsentwicklung«.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


5. Österreich: Novelle des Ökostromgesetzes beschlossen

Nach langen Diskussionen haben die Regierungsparteien und die SPÖ einen Konsens über die Novelle zum Ökostromgesetz erzielt. Kernpunkt eines nunmehr beschlossenen Abänderungsantrages zur Regierungsvorlage ist die Festlegung des Zieles, bis zum Jahr 2010 den Anteil alternativer erneuerbarer Energieträger (vornehmlich feste Biomasse, Biogas und Wind) am jährlichen Stromverbrauch auf 10 % zu erhöhen. Der jährliche Zuwachs des geförderten Investitionsvolumens wird dabei mit 17 Mio. Euro gedeckelt.
Nach dem nunmehr beschlossenen Verteilungsschlüssel wird der Anteil der Förderungsmittel für Windkraft leicht zurückgenommen und beträgt 30 %, je 30 % der Förderungen gehen in feste Biomasse bzw. in Biogase, auf die Photovoltaik entfallen 10 %. Darüber hinaus wird das Gesetz für den Bau mittlerer Wasserkraftwerke bis zum Jahr 2011 insgesamt 50 Mio. € zur Verfügung stellen. Weitere Punkte der Einigung sind die Abwicklung der Investitionsförderung über die Kommunal-Kredit sowie die Gewährung von Investitionsförderung auch für Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen, die bis zum
Jahr 2011 insgesamt 60 Mio. Euro betragen soll. Laut Angaben der österreichischen Regulierungsbehörde, E-Control GmbH, Wien, werden durch die Novellierung in den nächsten Jahren rd. 1 Mrd. Euro für Ökostrom und Kraft-Wärme-Kopplung zur Verfügung gestellt.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


6. AGFW, VKU und B.KWK begrüßen energiepolitische Passagen im Koalitionsvertrag

Sowohl AGFW als auch VKU und B.KWK begrüßen die Aussagen im Koalitionsvertrag bezüglich der Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/ Fernwärme. So zeigen laut AGFW-Präsident Wolf-Dietrich Kunze die Aussagen zur Energieeffizienz deutlich das konsequente »Ja« der Bundesregierung zur KWK und damit auch zum Ausbau der Nah-/Fernwärme. VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Schöneich begrüßt die Absicht, den Ausbau von dezentralen Kraftwerken und hocheffizienten KWK-Anlagen zu fördern. Dadurch werde die Anbietervielfalt in einem oligopolisierten Bereich gestärkt, betont M. Schöneich, B.KWK-Präsident Johannes van Bergen mahnt eine zügige Umsetzung dieser Förderung an.
Auch die Aussagen zum EEG, wonach die wirtschaftliche Effizienz und die Vergütungssätze für die einzelnen Erzeugungstechnologien überprüft werden sollen, werden vom VKU geteilt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, bei Modernisierung der Förderungssysteme, ist laut W.-D. Kunze häufig nur mit der Nutzung der KWK und Fern-/Nahwärme möglich. Denn nur über diese Systeme lassen sich erneuerbare Energien effizient, preisbewusst, umweltverträglich und in wirtschaftlichen Größenordnungen im Wärme- und Strommarkt einbinden.
Ausführliche Kommentare der Verbände zum Koalitionsvertrag erscheinen in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


7. Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien

Die deutsche Europaabgeordnete Mechtild Rothe (SPD) hat einen Berichtsentwurf über die Förderung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Das Europäische Parlament wird den Bericht zunächst im Dezember 2005 im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie diskutieren. In ihrem Bericht fordert M. Rothe die Europäische Kommission auf, einen Gesetzesvorschlag zur Förderung des Anteils erneuerbarer Energien zu Heiz- und Kühlzwecken vorzulegen.
Mehr Informationen zu diesem Thema erscheinen in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


8. Förderinstrumente zur Einführung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt

Für den nachhaltigen Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt fehlen ähnlich starke Impulse, wie es sie im Strommarkt mit dem EEG und im Kraftstoffmarkt mit der Mineralölsteuerbefreiung für Biodiesel bereits gibt. Wie Fördersysteme im Wärmemarkt realisiert werden können, stellen Michael Nast, Ole Langniß und Uwe Leprich in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005 dar.
Sie sind davon überzeugt, dass noch ein sehr großes Potenzial im Wärmemarkt erschlossen werden kann. Entsprechend groß sei die Dividende. Die heute vorhandenen Förderinstrumente, z.B. das Marktanreizprogramm, reichen zur Erschließung dieser Potenziale nicht mehr aus. Es müssen neue Lenkungsinstrumente gefunden und realisiert werden.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


9. Betriebserfahrung mit Brennstoffzellen-Heizgeräten

Die Energie AG OÖ und die OÖ Ferngas AG haben im Jahr 2001 die Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzelle (Arge-BZ) gegründet. Ziel ist es, auf der Basis von Pilotanlagen Praxiserfahrungen beim Betrieb von Brennstoffzellensystemen zu erlangen. Die Autoren Heinrich Wilk, Energie AG OÖ, Linz/Österreich, Rudolf Zappe und Ing. Johannes Kraus, Erdgas OÖ GmbH & Co KG, Linz/Österreich, beschreiben in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005 die Erfahrungen mit den Brennstoffzellen-Heizsystemen HXS 1000 Premiere von Sulzer Hexis und Euro 2 von Vaillant.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


10. Internationale Handelsplattform BioXchange für Biomasse

Seit Juli 2005 ist die Handelsplattform »BioXchange« online. Damit soll sich eine internationale Handelsplattform für Kaufangebote und Verkaufsgebote von energetisch nutzbarer Biomasse etablieren. Bis Anfang November 2005 haben sich bereits über 1 000 Nutzer aus ganz Europa registriert – mehr und mehr Angebote und Anfragen werden veröffentlicht. In Zukunft soll die Plattform zu einer voll funktionsfähigen Warenterminbörse ausgebaut werden.
Thomas Boermans und Frank Schillig, Ecofys GmbH, Köln, stellen in einem Fachbeitrag in der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005 die Handelsplattform BioXchange vor und berichten über die ersten Erfahrungen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


11. VfW: Keinen automatischen Eigentumsübergang der Anlage in Contracting-Verträgen vereinbaren

In Contracting-Ausschreibungen wird mitunter gefordert, dass der abzuschließende Vertrag eine Bestimmung dahingehend enthalten solle, dass der Kunde am Ende der Laufzeit des Vertrages automatisch Eigentümer der Anlage wird. Entsprechende Vertragsgestaltungen enthalten nach Überzeugung des Juristischen Beirats des Verbandes für Wärmelieferung e.V. (VfW), Hannover, neben zivilrechtlichen (möglicher Verlust des Eigentums wegen eines nicht nur vorübergehenden Einbaus i.S.d. § 95 Abs. 1 S. 1 BGB) und ertragsteuerlichen Problemen (Bilanzierung) auch eine umsatzsteuerliche Problematik, die den Beteiligten bewusst sein muss. Der Juristische Beirat warnt deshalb vor entsprechenden Vertragskonstruktionen. Soweit Contractoren entsprechende Verträge abschließen, sollten sie die genannten Risiken der umsatzsteuerlichen Beurteilung in der Kalkulation berücksichtigen.
Ein ausführlicher Bericht über diese Thematik erscheint im Sonderteil EuroHeat&Power Contracting der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


12. Public Private Partnership

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung werden laut einer Analyse des Deutschen Institut für Urbanistik immer häufiger als »Public Private Partnership«-Projekte durchgeführt. Trotz deren wachsenden Verbreitung sind die darin getätigten Investitionen im Vergleich zu den gesamten kommunalen Sachinvestitionen jedoch noch sehr gering und liegen bei rd. 2 bis 3 %. Walter Ulsamer fordert daher in einem Fachbeitrag in dem Sonderteil EuroHeat&Power Contracting der Fachzeitschrift EuroHeat&Power 12/2005 die verstärkte Zusammenarbeit von Energiedienstleistern mit lokalen, mittelständischen Unternehmen, um sich als konkurrenzfähige Bietergemeinschaft an entsprechenden Vergabeprozessen zu beteiligen.
(Quelle: Fachzeitschrift EuroHeat&Power)


13. Veranstaltungstipps Januar 2006

CLEAN ENERGY POWER 2006
Messe
Veranstalter: erneuerbare energien gGmbH
18. – 19. Januar 2006
Berlin
http://www.energiemessen.de/

Energetische Gebäudesanierung
Seminar
Veranstalter: eza! Energie- und Umweltzentrum Allgäu gGmbH
20. Januar 2006 (Kurs an 6 Wochenenden)
Kempten
http://www.eza-allgaeu.de

Praxisleitfaden EEG
Seminar
Veranstalter: Management Circle AG
23. Januar 2006
Frankfurt
http://www.managementcircle.de/


Das EEG – Umsetzung in der Praxis
Tagung
Veranstalter: Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW)
23. – 24. Januar 2006
Mannheim
http://www.vwew.de

15. Jahrestagung „Wirtschaftsmotor Biogas“
Tagung
Veranstalter: Fachverband Biogas e.V.
25. – 27. Januar 2006
Hannover
http://www.biogas.org/

Biogas-Fachmesse
Messe
Veranstalter: Fachverband Biogas e.V.
25. – 27. Januar 2006
Hannover
http://www.biogas.org/


Wir wünschen unseren Lesern eine frohe Weihnachtszeit und einen schwungvollen Start ins neue Jahr

Ihr Team von www.nahwaerme-forum.de


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